Das Bild vom Kind

Man reiche dem Kind eine Hand und es zeigt uns seinen Weg...


... mit diesem Bildungsverständnis sind Kinder von Geburt an kompetent handelnde Wesen, die sich selbst ein „Bild von der Welt” gestalten. Aus diesem Grund stehen die Förderung der Eigeninitiative und der Selbstbildungsprozess des Kindes im Mittelpunkt.

Das Kind ist immer Akteur seiner eigenen Entwicklung. Es gibt uns somit den nächsten Schritt seines Reifeprozesses nach individuellem Tempo an.

Parallel entwickelt es seine ganz persönlichen Interessen, Vorlieben und Abneigungen und gibt uns die Möglichkeit, Wegbegleiter und Impulsgeber zu sein.

Kinder sind von Natur aus Forscher und Entdecker. Sie möchten hinter die Kulissen ihrer Umgebung schauen, um sie zu verstehen.

Diese Entwicklungs- und Selbstbildungsprozesse werden von uns als eigene Leistung betrachtet. Daher ist für uns die aktive Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation der Thematiken des Kindes eine wichtige Grundlage. Denn individuelle Kinder brauchen eine individuelle Förderung. Basis ist eine positive Eingewöhnung (Berliner Eingewöhnungsmodell) und eine sichere emotionale Bindungsbeziehung zu den Bezugspersonen.

Fühlt sich das Kind sicher und geborgen, kann es sich forschend und entdeckend den unendlichen Weiten unserer Welt öffnen. Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern hat somit einen hohen Stellenwert. Alle Kinder und Familien haben bei uns den gleichen menschlichen Wert, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Sprache, Religion, Meinung, oder Herkunft.

Unsere Kindertagesstätte ist ein Ort des gemeinsamen Lebens, Lernens und Spielens. Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, sollen sich rundum wohlfühlen, Wertschätzung empfangen und Geborgenheit erleben. Eben das, was eine gute Zwischenmenschlichkeit ausmacht!

Es ist uns wichtig das Kind und somit den Menschen als eigene und individuelle Persönlichkeit anzuerkennen.

Qualitätsmanagement

Qualität ist die optimale Gestaltung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrages, sowie die Gewährleistung einer hohen Qualifikation unseres Personals.


Grundsätzlich setzen wir unser Personal ressourcenorientiert nach ihren Stärken und ihrer Vielfalt ein. Dadurch stehen Ihnen qualifizierte und gut ausgebildete Fachkräfte als Ansprechpartner mit differenzierten Schwerpunkten zur Verfügung.

Als moderne, innovative Einrichtung mit frischen Ideen sind wir immer danach bestrebt, die Qualität unserer Arbeit zu verbessern. Um eine gute pädagogische Arbeit am Kind und fachliche Beratung der Familien zu garantieren, werden in regelmäßigen Abständen die Erwartungen und Bedürfnisse der Familien, Kinder und des Personals erfasst. Die Ergebnisse werden ausgewertet und auf die tägliche Arbeit abgestimmt.

Das bedeutet konkret:

  • Mitarbeitergespräche
  • Reflexion
  • Kollegiale Beratungen
  • Fallbesprechungen
  • Fort- und Weiterbildungen
  • Elterngespräche
  • Zielsetzungen vereinbaren
  • Kooperation mit externen Fachdienstleitern
  • Mitarbeiterbefragungen
  • Elternbefragungen
  • Wöchentliche Teamsitzungen
  • Supervisionen
  • Zertifizierungen
  • Dokumentation
  • Transparenz
  • Prozessentwicklung
  • Entwicklung eines pädagogischen Handbuchs
  • Elektronische Datenerfassung
  • Optimierung von Prozessen für die Zeit mit dem Kind

Unsere pädagogische Orientierung

Wir verstehen unsere Kindertagesstätte als eine Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungseinrichtung. Unsere Kindertagesstätte arbeitet nach dem pädagogischen Ansatz der „Teiloffenen Arbeit“.


Das bedeutet, dass jedes Kind einer Stammgruppe, sowie einem festen Bezugserzieher/in zugeordnet ist. Nach dem Morgenkreis haben die Kinder die Möglichkeit in der Gruppe, im Außengelände oder in den Funktionsräumen der Kita zu spielen. Ein Teil der Funktionsräume wird durch eine Fachkraft begleitet. In einigen Bereichen dürfen sie auch unbeobachtet und unbefangen in Kleingruppen spielen.

Des Weiteren können die Kinder nach Absprache andere Gruppenkinder besuchen, z. B. Freunde oder Geschwister. In der Phase der Gruppenaktivitäten (Freispiel) werden ganzheitliche Aktionen, Spiele und Fördermaßnahmen zu den verschiedenen Bildungsbereichen angeboten (wie z. B. sozial-emotionales Lernen, Sprachentwicklung und Förderung von Körper, Bewegung und Gesundheit, Kognition und die Freude am Lernen etc.).

Das pädagogische Fachpersonal unterstützt und begleitet jedes einzelne Kind in seiner persönlichen Entwicklung und seinen Optionen, sich sozial mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Achtung und Authentizität des Kindes - so wie es ist - als auch die Befähigung und Ermutigung zu größtmöglicher Selbständigkeit und Eigenaktivität.

Unsere Bildungs- und Erfahrungsoptionen


Sozial-emotionales Lernen

 

Sprachentwicklung und Förderung

Körper, Bewegung und Gesundheit

Kognition und die Freude am Lernen

 

Krippenpädagogik

In der Krippenpädagogik geht es um die Entwicklung des Kleinkindes im Alter von 0 bis 3 Jahren. In unserer Kindertagesstätte werden Kinder ab dem Alter von 6 Monaten aufgenommen.


In unserer Kindertagesstätte werden Kinder ab dem Alter von 6 Monaten aufgenommen. Das Kind hat in dieser Lebensphase eine sehr hohe Lernfähigkeit. Es bilden sich viele Synapsen im Gehirn aus, welche die Kapazitäten und Möglichkeiten ständig erhöhen.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich das Kind, lernt sich zu drehen, zu krabbeln und übt den aufrechten Gang. Für so einen Prozess sind vielerlei Vorerfahrungen nötig, damit es diese Schritte gehen kann. Das Wiegen des Kindes auf dem Arm einer Bezugsperson oder das sanfte Schaukeln mit dem Kind in einem Schaukelstuhl, geben dem Kind erste Bewegungserfahrungen, fördern den Gleichgewichtsinn und legen den Grundstein für das spätere Laufen.

Unsere Krippe soll dem Bedürfnis des Kindes nach Sicherheit und Geborgenheit gerecht werden, wie auch zugleich zur Erkundung und Selbsttätigkeit anregen. Die Bewegung, das Fortbewegen, die Sinneswahrnehmung und eine anthropologische Neugier, sind in den ersten Jahren die zentralen Entwicklungsmotoren, die das Kind antreiben.

An erster Stelle steht hier der Aufbau einer effektiven Bindungsbeziehung zwischen dem pädagogischen Fachpersonal und dem Kind, die wiederum Grundlage für die Bildungsprozesse initiierende Exploration ist. Dabei ist eine elternbegleitende, abschiedsbetonte und bezugspersonenorientierte Eingewöhnung eine zentrale Basis durch die eine sichere Bindungsbeziehung geschaffen wird. Denn nur wenn das Grundbedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit gegeben ist, können sich Kinder öffnen und sich erkundend bzw. kontaktfreudig Neuem in ihrer Umwelt zuwenden.

Das Kind erforscht mit seiner Wahrnehmung die Eigenschaften der Materialien seiner Umgebung, durch Ausprobieren, Versuch und Irrtum. Es braucht eine anregungsreiche Umgebung mit vielfältigen sinnlichen und motorischen Erfahrungsmöglichkeiten. Zugleich müssen sich ihm authentische Erfahrungen bieten und mit Alltagssituationen aus dem häuslichen Lebensumfeld des Kindes assoziieren lassen, z. B. das Spiel mit Kissen, Bürsten, Pinsel oder Wäscheklammern.

In der Krippengruppe erhält das Kind die Möglichkeit und Chance durch das Zusammenleben mit anderen unter 3-Jährigen, erste soziale Erfahrungen zu sammeln und kontextuell von anderen Kindern zu lernen. Die Qualität in der Krippenarbeit wird durch unsere Bildungs- und Erfahrungsoptionen abgerundet, die wir den Kindern ermöglichen. Es gilt die Dynamik des Selbstbildungsprozesses des Kindes zu erkennen, zu begleiten und entsprechend zu fördern.

Unser pädagogisches Fachpersonal holt die Kinder da ab, wo sie gerade stehen und bietet ihnen durch klare Strukturen (z. B. durch einen geregelten Tagesablauf, mit Ritualen sowie durch Regeln und Grenzen) einen Raum, in dem sie sich frei entfalten können.

Spielen ist Lernen, spielen bedeutet: Glücklich sein!

„Die spielen ja nur“ – das wird häufig von unwissenden Erwachsenen betont.


Doch die große Bedeutung von Bewegung und Spiel für die frühkindliche Entwicklung wird immer deutlicher (z. B. durch den Orientierungsplan Niedersachsen, Bildungs- und Erziehungspläne oder auch durch Veröffentlichungen wie die PISA- Studie).

Es gibt immer mehr Kinder, die nicht im Stande sind, alleine oder mit anderen zu spielen. Sie werden häufig bespielt.

Im Spiel können die Kinder neugierig sein, erfinderisch und ihr Forschergeist hat seinen Platz. Ebenso können sie in Rollen schlüpfen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Sie können Dinge erleben, die für Erwachsene noch so abstrakt und fern erscheinen - und doch sind sie für Kinder ebenso real wie der Löwenzahn am Wegesrand.

Sie lernen sich selbst und andere Kinder kennen und erschließen sich ihre Umwelt auf ihre eigene Art und Weise. Ganz nebenbei sammeln sie Grunderfahrungen für das weitere Leben.

Daraus resultierend ist das Spiel die größte Lern- und Lebensquelle der Kinder und bietet unbegrenzte Möglichkeiten sich selbst zu verwirklichen.

Eröffnet der Kindergarten eine lebendige und ganzheitliche Spielwelt, wird eine gesunde Lernumgebung geschaffen, mit Werkzeugen, die das Kind dazu anregen seine eigene Welt zu bauen.

Wenn wir Kinder in ihrem Tun beobachten nehmen wir Spielfreude, Lachen und Zufriedenheit wahr, egal ob Zuhause, bei Oma und Opa, bei Freunden in der Nachbarschaft oder im Kindergarten. Sie signalisieren uns klar:

„Ich bin glücklich!“

Das Berliner Eingewöhnungsmodell „Ohne Eltern geht es nicht!“

Um den Übergang von der Familie in die außerfamiliäre Betreuung sensibel zu gestalten, wurde vom Institut für angewandte Sozialisierungsforschung in Berlin (INFANS) ein Modell zur positiven Eingewöhnung entwickelt: Das Berliner Eingewöhnungsmodell.


Die Eingewöhnung findet bei uns bezugspersonenorientiert, elternbegleitet und abschiedsbewusst statt. So wird eine zentrale Basis für eine sichere Bindungsbeziehung geschaffen.

Mit der unverbindlichen Platzanfrage und dem Abschluss des Betreuungsvertrages in unserer Kindertagesstätte werden Sie intensiv durch unser Personal begleitet und durch die Phasen der Eingewöhnung geführt, denn: „Ohne Eltern geht es nicht!

Optimalerweise wird die Eingewöhnung durch eine primäre Bezugsperson begleitet, die dem Kind in der ersten Zeit Sicherheit gibt, z. B. die Eltern oder die Großeltern.

Wichtig ist, dass Sie sich die Zeit nehmen, die Ihr Kind für die Eingewöhnung braucht. D. h. ständige Wechsel der familiären Bezugspersonen würden das Kind in seiner neuen Umgebung verunsichern und die Eingewöhnung verlängern. Planen Sie daher bitte entsprechende Kapazitäten ein. Unser Personal wird im Erstgespäch den Verlauf der Eingewöhnung detailliert mit Ihnen besprechen und Termine individuell festlegen.

Das Erstgespräch
Bevor die Eingewöhnung beginnt, ist das Erstgespräch der erste Kontakt zwischen der/dem Bezugserzieher/in und dem Kind; belgeitet durch die familiäre/primäre Bezugsperson, die das Gespräch mit einer weiteren Fachkraft führt.

Der Besuchertag
Unser pädagogisches Fachpersonal legt im Erstgespräch gemeinsam mit Ihnen einen Tag fest, an dem Sie mit Ihrem Kind die neue Gruppe für maximal zwei Stunden (Krippe: eine Stunde) besuchen können.

Sie und Ihr Kind haben an diesem Tag die Gelegenheit in einen regulären Kindergartenalltag hineinzuschauen und die neue Umgebung, die Gruppe, sowie auch die Mitarbeiter kennenzulernen. Gleichzeitig hat das pädagogische Fachpersonal die Chance, einen ersten Kontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen. Begleitet wird Ihr Kind an diesem Tag durch Sie als Eltern oder eine andere primäre Bezugsperson, wie z. B. die Oma oder den Opa.

Die dreitägige Grundphase
Ein Elternteil (Familienmitglied) kommt drei Tage lang mit dem Kind in die Einrichtung, bleibt ca. eine Stunde und geht dann mit dem Kind wieder.

In den ersten drei Tagen findet kein Trennungsversuch statt. Der Elternteil verhält sich passiv, schenkt dem Kind aber volle Aufmerksamkeit – der Elternteil fungiert als sichere Basis. Der Erzieher nimmt vorsichtig Kontakt auf, beobachtet die Situation und beteiligt sich ggf. am Spiel. (Mitnahme des „Übergangsobjektes“ z. B. Kuscheltier, Schnuller, etc.)